Das zwiespältige Thema „Partnervermittlung“: Tabu oder tolle Serviceleistung

Das zwiespältige Thema „Partnervermittlung“: Tabu oder tolle Serviceleistung

Die Gefühle, welches das Wort Partnervermittlung hervorruft, sind oft sehr kontrovers. Worauf ist das zurückzuführen?

Die Kuppelei wird zum Beispiel damit assoziiert. Sie war schon im Mittelalter eine Straftat. Darunter verstand man, dass Minderjährige und Mündel in Ausgleich von Geldzahlungen vermittelt wurden. Sie wurden praktisch verkauft.

Über viele Jahrhunderte konnte sich der Großteil der heiratswilligen Menschen ihre Ehepartner nicht selbst auswählen, sie wurden gar nicht gefragt! Es wurde verhandelt und vermittelt, ganz offiziell. Es ging dabei um Vermögen, Stand und Politik. Viele Erwachsene durften sich gar nicht verheiraten, da sie die nötigen Mittel dazu nicht besaßen.

Auch erweckt der Begriff Partnervermittlung bei so manchen Interessierten Schamgefühle. Es ist den Suchenden vielleicht peinlich, „es nicht alleine zu schaffen, einen passenden Partner zu finden. Warum sollte Frau/Mann da Hilfe benötigen? Andere sind ja auch nicht darauf „angewiesen“. Sollte es nicht vom Schicksal so vorgesehen sein, ganz von alleine auf seine Wunschkandidatin, den Wunschpartner, zu treffen?“ Eine Welle von Emotionen und Denkmustern durchströmt da viele Menschen, mit nur wenigen Ausnahmen.

Andererseits sind es auch Neugier und Hoffnung, die dieses Wort erwecken: „Möglicherweise bin ich zu voreingenommen und verbaue mir eine Chance für das Leben?“ Das Interesse, wer einem da möglicherweise vorgestellt werden könnte, ist auf jedenfalls da. Und: „Wen sollte es eigentlich kümmern, wie ich meine Liebe gefunden habe? Ist doch ganz alleine meine Angelegenheit.“

Es ist doch interessant: Personal Recruiting-Firmen vermitteln Arbeitnehmer und Jobs. Headhunter suchen die gefragtesten Kandidaten für ihre Auftraggeber und werben diese für mehrere Monatsgehälter Gage, ab.

Immobilien wechseln gegen Vermittlungsgebühr mehrerer Monatsmieten, ihre Besitzer.

Doch im Bereich Partnersuche hat die Vermittlung noch immer eine etwas anrüchige, peinliche Tabustellung. Es wird darüber gelächelt und gleichzeitig mit der Idee geliebäugelt: „Wäre doch toll, jemanden vorgestellt zu bekommen, mit dem es klappen könnte, oder? Wenn es nicht passt, bringt das die Agentur dem Gegenüber schonend bei und ich vermeide unangenehme Ausreden.“

Von diesem Gesichtspunkt aus, ist seriöse Partnervermittlung eine tolle, hilfreiche Serviceleistung, die mit Fingerspitzengefühl arbeitet. Es werden ja keine Gefühle vermittelt, sondern Chancen, diese zu entdecken.

Ich sage, jeder Weg, einen passenden Menschen für eine Partnerschaft zu finden, hat seine Berechtigung– Hauptsache man wird glücklich dabei!

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